MUNIA-Projektleiterin Silke Faubel würdigt die Sozialen Dienste der Justiz © FCZB 2017Seit 1992 leisten die Sozialen Dienste der Berliner Justiz frauenspezifische Arbeit in der Gerichts- und Bewährungshilfe. Im Juli 2017 wurde das Jubiläum am Standort Wedding gefeiert.

MUNIA-Projektleiterin Silke Faubel nahm für das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. am Festakt teil und bedankte sich sowohl für die bisherige Zusammenarbeit als auch für die aktuelle Kooperation im Projekt MUNIA.

Frauen stellen mit etwa 50 Prozent aller Fälle in der Gerichtshilfe und weniger als zehn Prozent in der Bewährungshilfe und Führungsaufsicht eine vermeintlich kleine Gruppe in der ambulanten staatlichen Straffälligenhilfe dar, fasste Justizsenator Dirk Behrendt, die Zahlen zusammen. Die Delikte seien anders als bei Männern und auch kriminalpolitisch weniger bedeutend. Dies mache ein frauenspezifisches Angebot umso wichtiger.

Die zehn Berliner Bewährungs- und Gerichtshelferinnen, die einen Großteil der straffälligen Frauen in Berlin begleiten, sind nicht nur als Personen einzigartig – den frauenspezifischen Ansatz innerhalb der Sozialen Dienste der Justiz gibt es nur in Berlin. Seit 1992 sorgt das Frauenprojekt für eine geschlechterspezifische und gerechtere Betreuung und Behandlung von straffällig gewordenen Frauen.

Bundesweit einzigartig: 25 Jahre Unterstützung für straffällig gewordene Frauen