Fachveranstaltung zu Antiziganismus und Diskriminierung in Behörden: Auf dem Podium Dieter Burgard, Karen Taylor, Andrea Dernbach, Dr. Markus End, Oliver Malchow (v.l.n.r.) © FCZB e.V. 2017

Um ethnische Kategorisierung ging es bei einer Fachveranstaltung Mitte Oktober. Dr. Markus End stellte die Expertise „Antiziganismus in der Polizei – Formen ethnischer Kategorisierung von Sinti und Roma durch Polizei- und andere Exekutivbehörden des Bundes und der Länder“ vor. Diese Expertise war im Auftrag des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma erstellt worden.

Antiziganismus ist tief in der deutschen Gesellschaft verankert, rassistische Vorurteile gegenüber Sinti und Roma sind weiter verbreitet als gegen alle anderen Bevölkerungsgruppen. Sinti und Roma werden besonders stark durch die Polizei diskriminiert und sind von „Racial Profiling“ immer wieder betroffen.

Das Podium war hochkarätig besetzt:

  • Dieter Burgard, Bürgerbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz und Beauftragter für die Landespolizei; Präsident des Europäischen Ombudsmann-Instituts (EOI)
  • Dr. Markus End, Autor der Expertise „Antiziganismus in der Polizei“
  • Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)
  • Karen Taylor, Mitglied im Vorstand des Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus (ENAR)

Die Diskussion, moderiert von der Tagesspiegel-Journalistin Andrea Dernbach, verlief sehr kontrovers, einig waren sich die Teilnehmenden trotzdem: Alle Beteiligten müssen umdenken, um Diskriminierungen in und durch Behörden zu verringern bzw. einzustellen.

Ein wichtiger Ansatz dabei ist die Aus- und Fortbildung für Minderheitenrechte; denn hier können z.B. Polizeibeamt_innen für das Thema sensibilisiert werden.

Hier können Sie die Expertise herunterladen (PDF, 709 kb)

Polizei und Minderheiten – das Beispiel Antiziganismus